Wasser der Alpen - Allgemeingut oder Quelle für Konflikte?

Veränderte Umwelt- und Klimabedingungen sowie eine steigende Nachfrage dürften zu Konflikten in der Wassernutzung und Wasserwirtschaft der Alpen führen. Das AlpenForum 2018 identifiziert Hotspots der Wassernutzung und -bewirtschaftung in den Alpen, analysiert Zielkonflikte, bewertet deren Relevanz im regionalen, nationalen oder internationalen Kontext und diskutiert Lösungsansätze.


© Charly Winkler, Geschiebefalle Lech

Willkommen zum ForumAlpinum 2018 und zur 7. Wasserkonferenz in Breitenwang (Österreich)

 

Anlässlich der österreichischen Präsidentschaft der Alpenkonvention organisiert ISCAR das ForumAlpinum 2018 zusammen mit der 7. Wasserkonferenz der Alpenkonvention in Österreich. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften, die Akademie der Wissenschaften Schweiz, das Land Tirol, das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft sowie das italienische Ministerium für Umwelt, Land und Meer unterstützen diese Tagungen.

Dieses ForumAlpinum, das dreizehnte seit 1994, konzentriert sich auf die Wassernutzung. Veränderte Umwelt- und Klimabedingungen sowie eine steigende Nachfrage dürften in Zukunft zu Konflikten in der Wassernutzung und der Wasserwirtschaft in den Alpen führen. Das AlpenForum wird Brennpunkte der Wassernutzung und -bewirtschaftung in den Alpen identifizieren, Zielkonflikte analysieren, deren Relevanz im regionalen, nationalen oder internationalen Kontext bewerten und mögliche Lösungsansätze erörtern.

Das AlpenForum wird eine Plattform für den laufenden Dialog zwischen Wissenschaftlern, Praktikern und politischen Entscheidungsträgern bieten, um politische Empfehlungen zu vorrangigen Themen vorzuschlagen. Plenarsitzungen, thematische Workshops und Exkursionen konzentrieren sich auf Fragen wie: Welches und wo werden die Hotspots der konfliktträchtigen Wassernutzung in Zukunft sein? Wie weit muss die Wassernutzung an die sich ändernde Verfügbarkeit oder Nachfrage angepasst werden? Zeichnen sich heute Konflikte bei der Wassernutzung ab? Verfügen wir über geeignete Instrumente zur Vermeidung oder Lösung von Wassernutzungskonflikten?

Im Namen der Organisatoren und des Internationalen Wissenschaftlichen Komitees für Forschung in den Alpen (ISCAR) sind Sie herzlich eingeladen, an den vielfältigen Diskussionen über das Wasser der Alpen teilzunehmen. Das malerische Tiroler Lechtal und das Kongresszentrum Breitenwang werden für eine inspirierende Kulisse sorgen.

Univ.-Prof. Dr. Leopold Füreder, Universität Innsbruck
Vorsitzender Organisationskomitee &  ISCAR 

 


© Charly Winkler, Lechzopf bei Stanzach

Das Tiroler Lechtal  – eine der letzten Wildflusslandschaften in den Alpen

Die Tiroler Lech im Nordwesten Österreichs ist einer der letzten Wildflüsse der Alpen und Aushängeschild des Naturparks Tiroler Lech und des Natura 2000 Gebietes. Eine einzigartige Mischung aus Natur, Kultur und Gewerbe prägt die Gemeinden im Lechtal darunter die alte Marktgemeinde Reutte und den Konferenzort Breitenwang. Breitenwang ist Ausgangspunkt für Bergsport und Erkundungen der einmaligen Wildflusslandschaft.

 

Organisation

Das ForumAlpinum 2018 und die 7. Wasserkonferenz als integrierter Bestandteil werden von ISCAR in Zusammenarbeit mit der Plattform „Wasserwirtschaft in den Alpen“ der Alpenkonvention und der Aktionsgruppe 6 von EUSALP organisiert.

 

Programm

Montag

Eröffnung

Prof. Leopold Füreder (ÖAW & ISCAR & Universität Innsbruck)

Markus Reiterer (Generalsekretär der Alpenkonvention)

Landeshauptmann or Vice Landeshauptmann Tirol (tbc)

Deutsch English

Modul 1: Wasserbezogene Hotspots im Alpenraum

Chair: Rolf Weingartner
Obwohl Wasser im Alpenraum ausreichend vorhanden ist, muss in Zukunft saisonal und regional mit Verknappungen des Angebots gerechnet werden. Zudem wird die Klimaerwärmung zu einer Destabilisierung des Hochgebirges führen und das uns vertraute Landschaftsbild verändern. Diese Entwicklungen werden durch die sozio-ökonomische Dynamik und den zunehmenden Wasserbedarf bestehender und neuer Nutzergruppen überlagert. Im Modul 1 sollen heutige und in Zukunft zu erwartende Nutzungskonflikte im Alpenraum erkannt, beschrieben und verortet werden. Dazu erarbeiten die Teilnehmenden im Rahmen von Workshops eine exemplarische Übersicht wasserbezogener Nutzungskonflikte (Hotspots). Die Ergebnisse bilden die Basis für die Diskussion in den nachfolgenden Modulen.

English Deutsch

Kartographie wasserbezogener Hotspots im Alpenraum

Keynote

Rolf Weingartner: Analyse wasserbezogener Hotspots in den Alpen: Grundlagen

 

Einleitung Gruppenarbeit

Klaus Lanz: Was ist ein wasserbezogener Hotspot und wie könne wir sie kartographieren

Wir markieren Orte, an denen die Wassernutzung eine zukünftige Herausforderung darstellt. Die Karten werden in den Workshops vervollständigt.

English Deutsch

Coffee break

Workshop 1.1 – Existing water-related hotspots and hazards

Chair: Michael Staudinger (ZAMG, Vienna)
Support for mapping: Heidi Humer-Gruber (University of Innsbruck)

 

Any change or a seasonal reduction of the available water resources can cause serious management challenges and downstream conflicts in the Alpine Region. Therefore the results of hydro¬climatological models with different RCP scenarios give a very valuable quantification of future climate change effects on the availability of water resources in e.g. the Ötztal Alps (Tyrol,Austria).
The Copernicus program and Earth Observation in genral can contribute to a continuous and area-wide monitoring of water resources in the Alps. Such a monitoring will increase not only the understanding of hydrological processes under a changing climate, but also support sustainable water management for irrigation, energy production or technical snow production.

 

Inputs
Ulrich Strasser & Thomas Marke: Hydrological scenarios in the Austrian Alps for the next century with enhanced process understanding of seasonal snow and glacier melt for improved water resources management first results of the HydroGeM3 project

Marc Zebisch, C. Notarnicola, C. Marin, M. Callegari & F. Greifeneder: The Alps Water tower – an earth observation perspective

Discussion & mapping

English

Workshop 1.2 – Emerging water-related hotspots and hazards due to climate change

Chair: Andrea Fischer (IGF)

Support for mapping: Valerie Braun (IGF)

 

Alpine Landscapes can be read as imprints of the forming forces, amongst them frozen and liquid water. One various time scales, natural processes as drifting continents, formation and disappearance of seas, erosion and deposition as well as climate changes influence topography and conditions for life. After the last glacial maximum, human activities changed the landscape by land use and cultural practices. The workshop aims at tackling various aspects of water as geomorphological parameter influencing the landscape, as well as modern anthropogenic aspects and views on water availability and management. The workshop aims at discussing past and modern influence of water on natural and cultural landscapes.

 

Inputs

Marco Di Tullo, A. Nascetti, M. Di Tullio, N. Emanuelli, F. Nocchi , A. Camplani & M. Crespi: AR Big Data and Google Earth Engine: key tools for glaciers health monitoring

Caterina Franco: The construction of a landscape for tourism. The role of water in the creation of high altitude ski resorts in the French-italian Alps (1950-1980)

Discussion & mapping

English

Workshop 1.3 – Emerging water-related hotspots and hazards due to socio-economic changes

Chair: Elisabeth Sötz (WWF Austria)

Support for mapping: Anna Schöpfer (University of Innsbruck)

 

Natural hazards have always been common in the Alps. In the course of climate change, hazard hotspots might be shifting – due to glacier retreat, permafrost melting, or changing precipitation. The first aim of this workshop is to visualize known hot spots and current destabilization events on a (webGIS) map.

Apart the hazard occurrence, exposure and vulnerability play an equally important role in disaster risk. Therefore, the second step will be to match the pure hazard map with other factors such as population density.

In conclusion, the workshop seeks to emphasize key factors to take into account when we have to deal with increasing destabilization.

 

Inputs
Jan-Christoph Otto & Markus Keuschnig: Future lakes – future potentials. New lakes in Austria following glacier retreat.

Thomas Thaler, Andreas Zischg, Maria Papathoma-Köhle, Margreth Keiler & Sven Fuchs: Fair distribution of risk and benefits – the challenges of social justices in mountain hazard management

Discussion & mapping

 

English

Exkursion LIFE Projekt Lechtal

Leitung: Leo Füreder
Beträge: Leo Füreder, Wolfgang Klien, Reinhard Lentner 


Besuche: Informationszentrum, 2 Messstellen

English Deutsch

Lechtaler Nachtessen mit Musik (Bluatschink)

Dienstag

7. Wasserkonferenz

Wasser in den Alpen – Umgang mit hydrologischen Extremen und nachhaltige Wasserkraftnutzung

Die 7. Wasserkonferenz wird von der Wasserplattform der Alpenkonvention in Zusammenarbeit mit der EUSALP Arbeitsgruppe 6, Untergruppe Wasser, organisiert

English Deutsch

Eröffnung

Markus Reiterer, Generalsekretär der Alpenkonvention
Stefan Wildt,Tiroler Landesregierung
Paolo Angelini & Luka Stravs, Co-chairs der Wasserplattform

Modul 2: Auswirkungen und Reaktion auf Tockeneheit im Alpenraum (Teil I)

Chair: Hannah Berger (Bayerisches Landesamt für Umwelt), Deutsche Delegation der Wasserplattform
 
Andreas Kolbinger (Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Deutschland): Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Trockenheitsmanagement in Nordbayern
 
Johannes Wiesenegger (Salzburger Landesregierung, Österreich): Strategisches Wasserressourcen-Management und Trockenheit
 
NN(Italien):
 
Podiumsdiskussion

Kaffeepause

Modul 2: Auswirkungen und Reaktion auf Tockeneheit im Alpenraum (Teil II)

Chair: Christian Schilling (Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus), Österreichische Delegation in der Wasserplattform
 
Andreja Sušnik ( (ARSO, Slowenien): Neue Instrumente für ein besseres Risikomanagement bei Trockenheit
 
Gunther Heißel (Landesregierung Tirol, Österreich): Versorgungssicherheit für Trinkwasser vor dem Hintergrund des Klimawandels
 
Andrea Bianchini (IMELS Consultant, Italien): Umgang mit Trockenheit im Alpenraum – Erfahrungen, Ansätze und gemeinsame Herausforderungen
 
Podiumsdiskussion

English Deutsch

Lunch

Modul 3: Grüne Infrastrukturen für ein integrales, nachhaltiges Wassermanagement

Chair: Luka Štravs, Slowenische Delegation der Wasserplattform
 
Elisabeth Sötz (WWF, for EUSALP AG 6): Grünere Alpenflüsse? Schlussfolgerungen und Empfehlungen der EUSALAP AG 6, Untergruppe Wasser
 
Joze Papež (Hidrotehnik, Slovenia), Mateja Ribnikar (MOP, Slovenia), Maja Jelen (MOP, Slovenia): 50 Schattierungen grüner Infrastruktur – Erfahrungen aus Slowenien
 
Manuela Künzl (Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Deutschland): Alpine grüne Infrastruktur – Gemeinsam für Natur, Mensch und Wirtschaft
 
Podiumsdiskussion

English Deutsch

Kaffeepause

Modul 3: Gemeinsame Leitlinien für die Nutzung der Kleinwasserkraft im Alpenraum

Chair: NN, Italienische Delegation der Wasserplattform
 
NN : Vorstellung der Ausarbeitung und des Inhalts der gemeinsamen Leitlinien
 
Christian Schilling (Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, Österreich): Anwendung der gemeinsamen Leitlinien für die Nutzung der Kleinwasserkraft im Alpenraum
 
Podiumsdiskussion

English Deutsch

Workshops Module 1

English

Workshop 1.4 – Alpine springs under pressure

Chair: Stefanie von Fumetti (University Basel)
 
Alpine springs provide ecosystem services such as being a supply of drinking-water. Ecologically, they are important aquatic habitats under pressure. They suffer e.g. from cattle trampling, capturing or relocation. Land use changes and climatic changes threaten springs additionally. Headwaters in alpine regions will be affected strongly by climatic changes such as increased water temperatures or altered discharge regimes. In this workshop we will discuss conflicts of interests and threats for natural springs and how we can monitor them effectively. The development of conservation strategies should be a focus of future efforts in order to sustain important ecosystem services of springs in the Alps.
 
Inputs
Stefanie von Fumetti & Daniel Küry: Alpine springs under pressure will Global Change increase present conflicts of interest?
 
Gabi Leonhardt: Long-term monitoring of alpine springs to determine climate change impact
 
Reinhard Gerecke & Marco Cantonati: Collecting biota in spring habitats: A proposal for a sustainable methodology in long-term monitoring studies
 
Daniel Küry: Ecological evaluation, conservation and restoration of spring habitats in the Swiss Alps

English

Workshop 1.5 – Monitoring and managing European Union species and habitats of alpine rivers

Chair: Norbert Müller (Uni Erfurt) & Helmut Kudrnovsky (Kematen)
 
The EU Habitat Directive is requiring the monitoring and managing of their Annex species and habitats. In this session, we will discuss this subject area for alpine rivers. Special focus will be on key species and their habitat types 3220, 3230, 3240 “Alpine rivers“and 7240* and 91E0. Within the last EU Habitats Directive Article 17 Reporting the conservation status of these habitats was assessed with unfavourable inadequate to bad. Therefore, besides methods of monitoring also examples of managing and reintroduction of key species will be part of this workshop. This workshop is also part of the “16th International Alpine Workshop” an annual meeting of scientists, practitioners and advanced students working in alpine rivers (see www.fh-erfurt.de/la/tagliamento).
 
Inputs
Helmut Kudrnovsky: 3230 “Alpine rivers with Myricaria germanica” – actual findings along river Lech
 
Bruno Michielon & Tommaso Sitzia: Reintroduction of Myricaria germanica in Italy – an overview
 
Norbert Müller: 30 years monitoring and managing Typha minima at the Tyrolean Lech river – a key species of the habitat 7240* “Alpine pioneer formations”
 
Michael Reich: Monitoring Bryodemella tuberculata – a key species of the habitats 3220, 3230 and 3240 “Alpine rivers”
 
Anna Schöpfer & Leopold Füreder: Standardized selections of FFH-species and habitats for protection measures
 
Discussion

English

Poster session & Apéro

16:30 – 17:00: Current programmes and networks (Plenary)
Chair: Thomas Scheurer

Bernat Claramunt (Barcelona): NEMOR, or Do we need (another) European network for mountains?
Primož Skrt  (Munich): Alpine Space Programme: Outlook on the next programme period
Massimo Bastiani: Network of River Contracts (tbc)
Georg Niedrist: Forum Water
Taja Ferjancic-Lakota (PSAC Innbruck): Announcement of Young Academics Awards

17:00 – 19:00:Poster Exhibition with Apéro

English Deutsch

Conference dinner with guests, entertainment, water tasting

Welcome addresses
 - Roland Psenner (ÖAW / ISCAR)
Invitation of local politics (tbc)
Music (option): Viennese Jazz Music
Water tasting: Roland Psenner

Mittwoch

Modul 4: Wassernutzungs-Konflikte im Alpenraum

Chair: Roland Psenner (EURAC Bozen) & Günter Köck (Österreichische Akademie der Wissenschaften)

 
Wasserressourcen spielen nicht nur in den Alpen, sondern auch in weiten Teilen Europas eine besondere Rolle. Sie treten in verschiedenen Formen auf, sind stark miteinander vernetzt, gehören verschiedenen Ländern und Verwaltungseinheiten an und bieten Lebensraum für reiche und besonders vielfältige Organismengruppen. Die sich ändernden Umwelt- und Klimabedingungen sowie die steigende Nachfrage dürften jedoch zu Konflikten bei der Wassernutzung führen und bestehende Auseinandersetzungen um wasserwirtschaftliche Strategien verschärfen. In der Sitzung werden Hot Spots der Wassernutzung und -bewirtschaftung identifiziert, Zielkonflikte analysiert, ihre Relevanz im regionalen, nationalen und internationalen Kontext bewertet und Lösungsmöglichkeiten diskutiert.

English Deutsch

Keynotes

Klaus Lanz (International Water Affairs): Wasserbezogene Konflikte in den Alpen – Ergebnisse der Workshops aus Modul 1 und Perspektiven

 

Robert Steiger (Universität Innsbruck): Kunstschnee – Fallstudie zu einer konfliktreichen Wassernutzung

 

Joze Papež (Slowenien): Ergebnisse der 7. Wasserkonferenz (Module 2 and 3)

Workshop 4.1 – Local water use: water supply, agriculture, tourism

Chair: Heike Zimmermann-Timm (Goethe University, Frankfurt am Main)

 

While the climate change and its effects on the water balance in the mountains have attracted considerable attention, the land-use change and water management at the different spatial scales in the Alps have so far received much less attention. Within the framework of this session, examples will be introduced which aim to bridge the gap between theory and practice, such as in agricultural irrigation. Further, the examples do not tie decisions on the water balance to political boundaries and involve the affected parties more actively in decision making processes.  The presented examples will be critically discussed to determine if a paradigm shift is indicated and what role identifying with common objectives plays in the success.

 

Inputs

Oliver Ike: Problem of private or public use of water resources: Case study Val Masino

 

Calianno Martin: Is Alpine irrigation overestimated?

 

Simone Persiano, Alessio Pugliese, Alberto Aloe , Jon Olav Skøien , Stefano Bagli, Paolo Mazzoli, Juraj Parajka, Berit Arheimer, René Capell , Alberto Pistocchi, Alberto Montanari, Günter Blöschl & Attilio Castellarin: Transboundary water supply assessment of surface water resource availability: application in Danube and Tyrol

 

Primoz Pipan, Mateja Smid Hribar & Mimi Urbanc: The role of local community in governing water as a common-pool resource

 

Discussion

Workshop 4.2 – Energy production

Chair: Peter Hanisch (DonauConsult)

 

The presentations show the variety of conflicts arising from hydropower generation in Alpine surroundings. They serve as input for the discussion on how much society is ready to „pay“ for the preservation of intact ecosystems or in return for their optimized use. Scale level and dimensions taken into account have a significant impact on the result of the evaluation, as well as the need to shift objectives between different spatial, ecological or socio-economic subsystems.
The objective of the discussion will be to propose how scientific research, technical practice and economic actors can agree on a common approach for evaluation and implementation of hydropower projects that provides democratic legitimacy for the decision process accepted by the society.

 

Inputs

Wolfram Sparber (EURAC Bolzano): Topic open

 

Lutz E. Schlange & Werner Hediger: Sustainability assessment of hydropower from a stakeholder perspective

 

Monica Camuffo, Giovanna Deppi, Luigina Malvestio & Lucia Ruffato: Small hydropower plants: A critique related to the Belluno area (Italy)

 

Christian Schlüchter, Thomas Scheurer: Impacts and risks of reservoirs: The case of reservoirs along the Spöl river

 

Daniel Hayes & Julia Brändle: Preserving Alpine Floodplain rivers through functional floodplain flows

 

Discussion

English

Workshop 4.3 – Tourism

Chair: Philippe Bourdeau (University Grenoble Alpes)

Concept:
While water has become a central resource of the summer and winter tourist experience and economy in the mountains, its increasing uses (sports and leisure activities, well-being, cultural snow…) make it a common good with stakes facing the risks of shortage and competition between recreational and utilitarian uses (daily life, agriculture, industry). The papers will address key questions for the prospective of recreational uses of water in the mountains:
– What know-how for regulating water uses between the tourism sector and other activities, and vis-à-vis the downstream watersheds?
– What governance of water between public and private actors?
what are the benefits of integrated water management systems?

 

Inputs
 
Jernej Stritih, Matjaž Harmel & Klemen Strmšnik: Valuation of recreation related ecosystem services on Soča (Slovenia) and Tara (Montenegro) rivers

 

Emmanuel Reynard, Martin Calianno, Marianne Milano & Christophe Clivaz: Integrated Water Resource Management in tourist areas: moving from the hydrological basin to the water use basin

 

Massimiliano Fazzini: On the recent variation of the „Snow Reliability Line“ in the south-eastern Alps

 

NN: Summary of Conference Water & tourism 2017 in Crans Montana (Switzerland)

Discussion

English

Workshop 4.4 – Ecological integrity of rivers

Chair: Leopold Füreder (University of Innsbruck)

 

Alpine rivers play a particular role in the Alps, their surroundings and over large areas of Europe. They occur in various forms, are highly interlinked, cover surfaces involving different countries and administrative levels, provide habitats for a rich and particular biodiversity, but also suffer from multiple demands and use. A wide spectrum of anthropogenic impacts has resulted in an alteration of catchments and discharging rivers, sometimes even in a complete disruption of river systems. Several national and international directives for their protection and sustainable use as well as improvements of their ecological status are in place and contribute to the high conflict potential. Here, we discuss a) the ecological status of rivers in the Alpine regions, b) look at conflict scenarios and key management measures, and c) propose innovative projects and concepts towards a sustainable ecological integrity.

 

Inputs

Susanne Muhar & Carina Seliger: Overview of the environmental conditions of the rivers of the Alps

 

Roberto Epple: The Wild Rivers Label – an effective tool to conserve alpine river landscapes?

 

Gebhard Tschavoll: WWF Austria – River Restoration Concept

 

Andrea Cottini, Filippo Miotto, Marzia Ciampittiello, Angelo Boggero & Stefania Cerutti: Clean Water Project – San Giovanni Torrent (Italy)

 

Stefanie Oberarzbacher, Erich Tasser & Wolfgang Mark: Holistic (multiscale) analysis of the factors and their effect on the fish fauna in inner-Alpine space

 

Discussion

English

Lunch

Modul 5: Lösung von Wassernutzungs-Konflikten

Chair: Valerie Braun IGF Innsbruck)

 
Der wachsende Bedarf und die Verfügbarkeit alpiner Wasserressourcen für Wasserversorgung, Energieerzeugung und Tourismus in Europa macht die Zukunft der Wasserressourcen für die lokale Bevölkerung, Wirtschaft und Politik relevant. Darüber hinaus gelten die Alpen als der Wasserturm Europas, der das Flachland mit Wasser für landwirtschaftliche, häusliche und industrielle Zwecke versorgt. Die alpinen Wasserressourcen sind durch den Klimawandel bedroht und können zu sozialen Konflikten führen. In diesem Modul werden vergangene, gegenwärtige und zukünftige Konflikte im Zusammenhang mit Wasser diskutiert.

Keynotes

Martin Grambow (Munich) : Water as a cause for conflicts (preliminary title)

NN: Participative processes in water management (tbc)

English Deutsch

Workshop 5.1 – Learning from the past

Learning from the past for the management of present and future water-related conflicts: Dealing with floods and flood risk in historical Alpine societies

 

Chair: Patrick Kupper (Institute of History and European Ethnology, University of Innsbruck)

 

Conflicts over water use and water management have affected historical societies in the Alps at least since the Middle Ages. As water had been a common good in many Alpine regions, people had to find solutions how to share the costs for water supply and flood protection and how to avoid significant disadvantages for the one party caused by initiatives of another party. This workshop wants to shed light on historical adaptation and coping strategies towards floods in 18th to 20th century Austria and Switzerland and will highlight the question, why learning from the past will also help dealing with conflicts over water and flood management today and in the future.

 

Inputs

Reinhard Nießner (Institute of History and European Ethnology, Univ. of Innsbruck): The 1989 Flooding of Innsbruck: Human Induced Disaster, Social Conflict and Contemporary Challenges

 

Melanie Salvisberg (University of Berne): Taming the torrent? Flood control and conflicts of interest at the Gürbe River (Canton of Bern) from the 19th century until today

 

Christian Rohr (University of Berne): Avoiding conflicts by revisiting historical experience? Flood marks and their use for disaster memory past and present

 

Discussion

English

Workshop 5.2 – Integrated river basin management

Including a coffee break

Chair: Susanne Muhar (BOKU Vienna)
Co-Chair: Primoz Skrt (Alpine Space)

 

The Interreg Alpine Space project “SPARE” aims to harmonize the protection and development of Alpine river ecosystems. After more than two years of intensive work, SPARE shares some first results: An interactive workshop will be held to present, test and discuss an online database of reference cases, which shall support practitioners and decision makers by introducing existing solutions of Integrated River Ecosystem Management (IREM). Also, one of the five SPARE pilot areas will present itself and the participatory process that was started to develop long-term solutions to balance the use and protection of the Inn River Basin in the Engadine valley.

 

Inputs

Susanne Muhar & Kerstin Böck: SPARE – Strategic Planning for Alpine River Ecosystems Integrating protection and development

 

Saso Santl & Urska Kocijancic: A reference database to support practitioners toward Integrated River Ecosystem Management

 

Angelika Abderhalden & Barbara Grüner: Integrated River Basin Management in the Inn River Basin (CH)

 

Primoz Skrt (Interreg Alpine Space): Integrated river basin management in the Alpine Space – Lessons learnt from past projects

 

Discussion

English

Workshop 5.3 – Mitigating future water conflicts

Including a coffee break

Chair: Susanne Brandstetter (BMNT)

River dialogue –The “River dialogue” format has been developed by the Austrian Federal Ministry responsible for Environment and Water Management and the regional government of Upper Austria. More broadly seen, it is about stakeholder involvement and dialogue processes in the field of Water and integrated river basin management (IRBM). 13 River Dialogues have been held in 10 river catchments of Austria, one transboundary with Bavaria (Untere Salzach). At the Forum Alpinum 2018, there is a parallel workshop on IRBM. So the present one will mainly focus on the following topics (while embracing the submitted inputs): 1) Main obstacles for a successful dialogue, and how to prevent/mitigate them 2) Defining the scope – how to take the river basin system into account, while not neglecting the local perspective? 3) How to make sure all concerned stakeholders can participate in an equitable and fair way? 4) The role of brokers and facilitators 5) The specific challenge of transboundary dialogue processes.

 

Inputs

Michela Bevione: Socio-ecological transition, wealth creation and territorial metabolism: the case of Maurienne Valley.

 

Roland Köck, Hubert Siegel, Elisabeth Gerhardt & Eduard Hochbichler: Best Management Practices within forested drinking water protection zones

 

Bettina Urbanek: How NGOs can contribute to water governance on different levels: from EU Water Framework directive to regional management planning

 

Thomas Thaler: Sebastian Seebauer: Planned retreat as an option for the European Alps? To whom, what and when we have to talk

 

Discussion

Workshop 5.4 – Alpine multi-purpose reservoirs: Future potential and relevance

Including a coffee break

Chair: Astrid Björnsen Gurung (WSL), and Petra Schmocker-Fackel (BAFU)

Concerns about water scarcity and related conflicts are almost absent in Switzerland. Yet, both the summer drought of 2003 and the anticipated impacts of climate change on alpine water resources remind us about the increased probability of local water shortages towards the end of this century. Multi-purpose reservoirs might alleviate the negative effects of regime shifts triggered by rising temperature, reduced snow pack and glacier melt. Ideally, such reservoirs would meet various demands, such as electricity production, agricultural irrigation, snow-making, drinking water supply, ecological needs and flood control. But is this realistic? Can reservoirs, glacier lakes and other natural or artificial ponds indeed hold back enough water to compensate for the anticipated losses? This workshop presents the framework, methodology and first insights from the project Swiss Water Potentials.

 

Inputs

Manuela Brunner & Manfred Stähli (Swiss Federal Research Institute WSL, Switzerland): The “Hydro-CH2018 Reservoir” Project

 

Elke Kellner (Bern University,  Switzerland): Evolving polycentric climate governance: The case of multifunctional water use in Oberhasli, Switzerland

 

Gottfried Gökler (Vorarlberger Illwerke AG, Austria): Management options for Alpine multi-purpose reservoirs

 

Melanie Clivaz, Emmanuel Reynard (University of Lausanne): Contribution of dam reservoirs to Alpine society under changing context: social-economic and ecological trajectories. A case study in Valais (Swiss Alps)

 
Discussions

Öffentlichen Debatte als Schlusspunkt

Wasserkonflikte in den Alpen – und im Lechtal?

Annette Kestler (Naturpark Lech)

Podium:
Was ist zu tun, um (zukünftige) Konflikte in der Wassernutzung zu lösen?

Chair: Klaus Lanz
Podiumsteilnehmende: Wissenschaft (Rolf Weingartner oder Roland Penner oder Leopold Füreder), Water Platform (Luka Stravs oder Paolo Angelina), Astrid Björnsen Gurung, Christoph Walder oder Elisabeth Sötz (WWF Österreich), Gaia Checcucci (Italienisches Ministerium), Lichtall (Anette Kestler)

Schlusswort von Leopold Füreder

English Deutsch

Filmabend (Programm nach Ansage)

Deutsch

Informationen

Anmeldung

Bitte melden Sie sich über das Online-Anmeldeformular an.
Anmeldeschluss ist am 28. Mai 2018.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an forumalpinum@uibk.ac.at

Teilnahmegebühren

2-3 Tage: EUR 120 (Studierende/reduziert: EUR 60)
1 Tag: EUR 60 (Studierende/reduziert: EUR 30)
Die Teilnahme an der 7. Wasserkonferenz am Dienstag, 5. Juni (8:30 – 16:30 Uhr) ist kostenlos.

Die Teilnahmegebühren beinhalten Pausenverpflegung und Mahlzeiten während der Tagung.
Reduzierter Beitrag für Studierende mit gültigem Ausweis und Teilnehmende mit einer Posterpräsentation sowie für Einheimische.

Unterkunft

Informieren Sie sich auf der folgenden Webseite www.reutte.com/suchen-buchen. Reservieren Sie Ihr Hotel so bald wie möglich.

Sprachen

Simultanübersetzung in Deutsch und Englisch während den Plenarveranstaltungen (Eröffnung, Plenarveranstaltungen, Abschluss) und 4 Workshops. Keine Simultanübersetzung an allen anderen Veranstaltungen. Deutschsprachige Texte im Programm wurden mittels www.DeepL.com/Translator aus dem Englischen übersetzt und redigiert.

Teilnehmerzahl

Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Sollte eine Selektion nötig werden, werden das Anmeldedatum und die Länge der Teilnahme berücksichtigt.

Exkursionen (im Tagungsbeitrag enthalten)

Montag, 4. Juni (16:00-19:00 Uhr): LIFE-Projekt Lech mit anschliessendem Nachtessen (19:30 – 22:00 Uhr). Leitung: Leopold Füreder
Donnerstag, 7. Juni (9.00 – 15.00 Uhr): Einzugsgebiet Lech und Bschlaber Bachschlucht. Max. 10 Teilnehmer, mit privatem PKW. Leitung: Norbert Müller

Veranstaltungsort

Das ForumAlpinum 18 und die 7. Wasserkonferenz finden im
Konferenzzentrum Breitenwang (Tirol, Österreich) statt (siehe Karte).

Anreise

Mit dem Zug:
Innsbruck – Reutte in Tirol (2:20 h) –> ÖBB Fahrplan www.oebb.at
München Hbf – Reutte in Tirol (2:28 h) –> DB Fahrplan www.bahn.de

Kontakt

ForumAlpinum 2018

Institut für Ökologie, Universität Innsbruck, Heidi Humer-Gruber,
Technikerstrasse 25, 6020 Innsbruck, Österreich, forumalpinum@uibk.ac.at, +43 512 507 494 34

ISCAR Office, Haus der Akademien, Dr. Thomas Scheurer,
Laupenstr. 7, 3001 Bern, Schweiz, iscar@scnat.ch, +41 (0) 31 306 93 46

7. Wasserkonferenz

Italian Ministry of the Environment, Land and Sea, Paolo Angelini,
angelini.paolo@minambiente.it, waterplatformac@gmail.com, +39 334 6381914

Slovenian Ministry of the Environment and Spatial Planning, Luka Štravs, luka.stravs@giv.si

Organisation

Das ForumAlpinum 2018 und die 7. Wasserkonferenz als integrierter Teil davon werden vom Internationalen Wissenschaftlichen Komitee für Alpenforschung (ISCAR) in Zusammenarbeit mit der Plattform „Wasserwirtschaft in den Alpen“ der Alpenkonvention und der Untergruppe 3 „Integriertes und nachhaltiges Wassermanagement“ der Aktionsgruppe 6 der EU-Strategie für den Alpenraum (EUSALP) organisiert.

 

Logo IGF ÖAW

 

Finanzielle Unterstützung
Das ForumAlpinum 2018 wird unterstützt von

Veranstaltungsort

ForumAlpinum 2018 & 7. Wasserkonferenz
4.- 6. Juni 2018

Konferenzzentrum Breitenwang (Österreich)